Umsatz erneut gestiegen

IVSH

Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren (IVSH)

Wie der Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren (IVSH) anlässlich der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente bekanntgab, wuchs der Gesamtumsatz der Branche im vergangenen Jahr um gut 2 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden Euro.

Dabei legte jedoch die größte Sparte der Branche, die Schneidwarenindustrie, mit 1,27 Milliarden Euro nur um einen bescheidenen Prozentpunkt zu, da hier zwar die Inlandsumsätze wie gewohnt wuchsen, der Export aber einen Rückgang zu verzeichnen hatte.

Konstanter war demgegenüber das Geschäft mit Haushalt-, Küchen- und Tafelgeräten (HKT), die mit einem Plus von 2,7 Prozent einen Umsatz von fast einer Milliarde Euro erreichten, der auf steigende Ausfuhren und noch mehr auf ein verbessertes Inlandsgeschäft zurückging. Auch die kleinste Sparte des IVSH, die Besteckindustrie, erhöhte 2016 ihre Umsätze, und zwar sogar um 6,6 Prozent auf 188 Millionen Euro. Hier war vor allem der Export Treiber des Wachstums.

Die Schneid- und Haushaltwarenindustrie ist sehr stark exportorientiert. Von daher wertet es der Verband als positives Zeichen, dass die Gesamtausfuhren der Branche in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres um 3,2 Prozent auf gut 1,2 Milliarden Euro gewachsen sind. Die zunehmenden Schwierigkeiten auf einigen Auslandsmärkten hat die Branche damit bislang gut verkraftet. Etwas schwächer, nämlich um 2,1 Prozent, sind im gleichen Zeitraum die Importe gewachsen: Sie erreichen ein Volumen im Wert von 1,25 Milliarden Euro und liegen damit zwar leicht über den Ausfuhren, aber teilweise handelt es sich hier auch um Eigenimporte der deutschen Industrie aus Auslandsfertigung oder Zukauf. Darüber hinaus dürfte das besonders umsatzstarke vierte Quartal auch im vergangenen Jahr für einen insgesamt positiven Außenhandelssaldo gesorgt haben, so Geschäftsführer Jens-Heinrich Beckmann.

Für den Produktionsstandort Deutschland verlief das Jahr 2016 erneut mit deutlichen Zuwächsen. Zwar liegen die amtlichen Zahlen für die ersten drei Quartale mit 866 Millionen Euro etwas unter dem entsprechenden Vorjahreswert, aber dieser Rückgang geht nahezu ausschließlich auf ein Minus der in Deutschland traditionell starken Produktion von Rasierklingen zurück. Beschränkt man den Vergleich auf die reine Produktion von Schneidwaren für den Haushalt, ergibt sich für die ersten drei Quartale des Jahres 2016 ein Produktionszuwachs von immerhin 8,6 Prozent. Damit setzt sich die bereits seit einigen Jahren festzustellende Stärkung der heimischen Produktion auch im vergangenen Jahr fort. Gleichwohl bleiben natürlich Risiken wie unverändert relativ hohe Energiekosten und steigende Materialkosten.

Schwieriger als diese Dinge wögen laut Jens-Heinrich Beckmann die zahlreichen Unwägbarkeiten auf wichtigen Auslandsmärkten wie etwa den USA und China, und zunehmend auch in wichtigen europäischen Nachbarländern. Fragezeichen seien ebenso für die Entwicklung im Inland angebracht. Bislang wiesen die Umfragen des Verbandes zwar auf eine anhaltend gute konjunkturelle Entwicklung hin, aber es könne keineswegs ausgeschlossen werden, dass die anstehenden Wahlen auf Länder- und vor allem auch auf Bundesebene für Instabilitäten sorgten. Für 2017 sei der Optimismus des Verbandes und seiner Mitglieder deshalb eher verhalten. Bild: IVSH

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