Traditionsfirma schließt nach 65 Jahren

Friesland

Wie die Traditionsfirma Friesland Porzellanfabrik GmbH & Co KG ganz aktuell mitteilte, wird zum 31.03.2019 der Betrieb eingestellt.

Wie die Traditionsfirma Friesland Porzellanfabrik GmbH & Co KG ganz aktuell mitteilte, wird zum 31.03.2019 der Betrieb eingestellt. Die rund 60 Mitarbeiter wurden darüber bereits letzte Woche persönlich durch Geschäftsführer Uwe Apken informiert.

Wie die Friesland Porzellanfabrik GmbH & Co KG mitteilte, ist der Hauptgrund für eine Schließung zu diesem Zeitpunkt die für ein kleines, eigenständiges Unternehmen schwierigen Entwicklungen am Markt. Da Friesland im Gegensatz zu vielen anderen Marken ausschließlich in Deutschland fertigt, kann das Unternehmen nicht weiter dem Preisdruck des Handels trotzen. Die Hauptabnehmer des Friesland-Geschirrs sind die großen Warenhausketten, der Möbelhandel, Facheinzelhändler, sowie der Internethandel.

Bis zum Schluss soll weiter produziert werden, sodass alle Kundenaufträge erfüllt werden.

Kleinere Einzelhandelsgeschäfte geben ihre Geschäfte zunehmend auf oder verabschieden sich zumindest von einer Porzellanabteilung. Dies ist ein allgemeines Phänomen im Einzelhandel, aber auch speziell einer seit Jahren anhaltenden Marktsättigung im Bereich Geschirr zuzuschreiben und dem abnehmenden Interesse der Endkunden an hochwertigen Servicen. Wie in vielen Bereichen wird hier inzwischen eher zu Billigprodukten gegriffen.

Im Juni dieses Jahres kam es für Friesland Porzellan zu einem Umsatzeinbruch. „Das Sommerloch begann dieses Jahr früher und wird größer als in den Jahren zuvor.“, so Angelika Pietsch, Vertriebsleitung.

Ferner nutzen auch Rohstofflieferanten der Porzellan- und Steingutbranche ihre zunehmende Monopolstellung gegenüber kleineren Herstellern aus. Dazu sagt Uwe Apken: „Wir befinden uns zwischen den Lieferanten und den großen Kunden wie in einem Schraubstock, der immer weiter zugedreht wird.“

So werden auf Dauer weitere Investitionen betriebswirtschaftlich nicht mehr darstellbar sein. Der heutige Geschäftsführer Uwe Apken übernahm das Unternehmen 2005. Schon damals gab es einen Investitionsstau bei Maschinen, Gebäuden und Anlagen, der aufgrund der genannten wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht behoben werden konnte.

Zunächst laufen Produktion, Versand und Handel bei Friesland Porzellan normal weiter. Zusätzlich zum regulären Werksverkauf wird auf dem Gelände der Fabrik ab 16. Juli 2018 ein Schnäppchenmarkt mit Kiloverkauf eröffnet. Dort gibt es Artikel aus III. Wahl und Restposten.

Das Geschirr von Friesland Porzellan ist über den Onlineshop www.frieslandversand.de oder Warenhäuser wie Karstadt und Galeria Kaufhof und den ausgewählten Internet-, Fach- sowie Möbelhandel erhältlich. Foto: Friesland

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