Scharfe Kritik vom Handelsverband

Handelsverband Baden-Württemberg

Der Handelsverband Baden-Württemberg attackiert mit scharfer Kritik die Forderung des neuen Städtetagspräsidenten Peter Kurz nach einer City-Maut.

Der Handelsverband Baden-Württemberg attackiert mit scharfer Kritik die Forderung des neuen Städtetagspräsidenten Peter Kurz nach einer City-Maut.

Dazu sagt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverband Baden-Württemberg: „Damit legen wir den Grundstein für eine Art Wegezoll, den die Innenstadtbesucher und Kunden des Einzelhandels bezahlen sollen.“ So werden kleine Händler aus den Innenstädtern verschwinden.

Auch den Einzelhändlern im Land liege das Thema saubere Luft sehr am Herzen. „Das ist eine Herausforderung für uns alle“, sagte Sabine Hagmann. Aber dies dürfe nicht zu Lasten des innerstädtischen Einzelhandels gehen, der sich derzeit mitten in einem Transformationsprozess befinde: Unter anderem ist die Branche durch den zunehmenden Online-Handel stark unter Druck geraten.

„Eine City-Maut wird zwangsläufig die Frequenz in den Innenstädten weiter verringern, dafür aber E-Commerce und damit weiter steigende Lieferaktivitäten in den Wohnbezirken befördern“, so Sabine Hagmann, „damit bestraft eine Citymaut die Falschen!“

Aber am stärksten darunter leiden würden kleine und mittlere Unternehmen. „Die Konsequenz ist dann: Kleine und mittlere Unternehmen verschwinden, die Attraktivität der Innenstädte nimmt weiter ab und der Onlinehandel bekommt ein Sonderkonjunkturprogramm.“ Diese Entwicklung könne nicht im Sinne des neuen Städtetagspräsidenten sein.

Der Handelsverband hat seine Kritik und seine Bedenken auch in einem mehrseitigen Schreiben an Kurz verdeutlicht.

„Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Innenstädte verkommen und die Kunden die Städte meiden, denn die Städte sind von jeher die Wiege des Handels, der Kommunikation und ein Stück Kultur“, sagte Sabine Hagmann.

Der Handelsverband dringt seit langem auf einen Masterplan zur Mobilität der Zukunft, der statt einer City-Maut in Kraft treten könnte. „Dieser Masterplan muss, jenseits ideologischer Ansätze ein Zukunftskonzept darstellen, das alle Interessen bedient“, so Sabine Hagmann. Außerdem müsse in diesem Zug auch der öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut werden.

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