Im Geschäftsjahr 2015 Ziele ausnahmslos erreicht

Villeroy & Boch

Villeroy & Boch hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2015 um 4,9 Prozent gesteigert.

Der Villeroy & Boch-Konzern hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2015 um 4,9 Prozent beziehungsweise 37,5 Millionen Euro auf 803,8 Millionen Euro gesteigert und damit sein stärkstes Umsatzwachstum seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 erzielt. Auf konstanter Kursbasis, das heißt gerechnet zu Währungskursen des Vorjahres, betrug die Umsatzsteigerung 4,1 Prozent.

Auf dem deutschen Heimatmarkt wurde – wie bereits in den Vorjahren – ein robustes Umsatzwachstum erreicht. Im Jahresvergleich stiegen die Erlöse um 9,0 Millionen Euro beziehungsweise 4,1 Prozent auf 227,8 Millionen Euro an. Im westeuropäischen Ausland konnten nennenswerte Umsatzzuwächse vor allem in Norwegen (+8,9 Prozent), Spanien (+7,0 Prozent) und Schweden (+5,1 Prozent) erzielt werden. Begünstigt durch das starke Britische Pfund betrug das Wachstum in Großbritannien +14,6 Prozent. Rückläufig entwickelten sich die Umsätze in Frankreich (-5,8 Prozent) und Italien (-3,7 Prozent). Grund dafür ist die dortige konjunkturelle Lage, die sich trotz einer leichten Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte im Gesamtjahr unterdurchschnittlich entwickelte. In Osteuropa stiegen die Umsätze um 8,1 Prozent auf 74,6 Millionen Euro an – signifikant hierbei vor allem Ungarn (+59,4 Prozent) und Rumänien (+24,0 Prozent). Vorwiegend währungsbedingte Umsatzrückgänge verzeichnete Villeroy & Boch in Russland (-8,4 Prozent). In der Region Asien/Australien/Afrika konnte unter anderem dank eines starken Projektgeschäfts eine Umsatzsteigerung von 9,2 Prozent verbucht werden. Maßgeblichen Anteil daran hat die positive Entwicklung des Geschäfts in China, dem wichtigsten und größten Markt der Region (+22,3 Prozent).
  
Operatives Ergebnis um 9,6 Prozent über Vorjahr
Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2015 um 9,6 Prozent auf 42,1 Millionen Euro. Gründe hierfür sind in erster Linie die starke Umsatzentwicklung und die Verbesserung der Umsatzqualität durch steigende Absätze in höherpreisigen und margenstarken Produktgruppen. Außerdem wirkten sich Produktivitätssteigerungen in den Werken und gesunkene Energie- und Rohstoffpreise positiv aus. Diese Effekte spiegelten sich auch in einer gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 44,9 Prozent gesteigerten Bruttomarge wider.

Zusammen mit dem Sonderertrag in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus dem Verkauf der Werksimmobilie Gustavsberg (Schweden) betrug das Konzern-EBIT 43,5 Millionen Euro. Dieser Wert übertraf leicht das Vorjahresniveau von 43,2 Millionen Euro, obwohl der Sonderertrag im Vergleich zu 2014 um 3,4 Millionen Euro geringer ausfiel, was die starke operative Verbesserung des Konzerns untermauert. Das Konzernergebnis wurde um 12,3 Prozent auf 27,3 Millionen Euro gesteigert.


Entwicklung in den Unternehmensbereichen
Der Unternehmensbereich Bad und Wellness hat seinen nominalen Umsatz im Geschäftsjahr 2015 um 5,9 Prozent auf 496,9 Millionen Euro gesteigert. Auf konstanter Kursbasis erhöhten sich die Umsätze sogar um 6,9 Prozent. Im umsatzstärksten Markt Deutschland übertraf der Unternehmensbereich mit einem Anstieg von 6,9 Prozent sowohl das durchschnittliche Branchenwachstum als auch die Entwicklung der Baukonjunktur. In Westeuropa verbuchte das Unternehmen die stärksten Umsatzzuwächse in Großbritannien (+21,5 Prozent) und den Niederlanden (+9,3 Prozent). Gründe für die Umsatzsteigerungen in Westeuropa waren unter anderem ein starkes Badmöbelgeschäft sowie eine große Nachfrage nach DirectFlush-WCs. In Osteuropa wurden die stärksten Umsatzzuwächse in Ungarn (+21,7 Prozent), Rumänien (+19,0 Prozent) und Polen (+12,9 Prozent) erreicht. Rückläufig entwickelten sich wegen der anhaltenden Zurückhaltung in der Baukonjunktur die Märkte Frankreich (-5,7 Prozent) und Italien (-5,4 Prozent). In Russland ließen die schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie die massive Abwertung des Rubels den Umsatz auf Vorjahresniveau stagnieren (-0,5 Prozent) – in lokaler Währung wurde hier allerdings eine deutliche Umsatzsteigerung von 33,7 Prozent erreicht. Sehr stark entwickelte sich das Geschäft in China (+22,4 Prozent), wo im Schlussquartal die Dusch-WC-Kollektion ViClean mit großem Erfolg eingeführt wurde.

Aufgrund eines höheren und margenstärkeren Umsatzes, Produktivitätssteigerungen in der Fertigung, gesunkener Energie- und Rohstoffpreise sowie eines konsequenten Kostenmanagements im Verwaltungsbereich stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 12,7 Prozent auf 32,8 Millionen Euro.

Der Unternehmensbereich Tischkultur hat seine Umsatzerlöse nominal um 3,3 Prozent auf 306,9 Millionen Euro gesteigert. Auf konstanter Kursbasis lag der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau (-0,4 Prozent). Sehr positiv entwickelten sich über alle Absatzmärkte hinweg das Projektgeschäft mit Hotels und Restaurants (+6,7 Prozent) sowie der eigene E-Commerce (+30,5 Prozent). Nahezu stabil blieb der Tischkultur-Umsatz in Deutschland mit 87,4 Millionen Euro (-0,1 Prozent). In Westeuropa konnten die stärksten Umsatzsteigerungen in Norwegen (+17,6 Prozent) und Großbritannien (+4,6 Prozent) erzielt werden. Umsatzrückgänge wurden konjunkturbedingt insbesondere in Frankreich (-5,8 Prozent) und Italien (-3,0 Prozent) verbucht. In Osteuropa konnten unter anderem in Polen (+13,3 Prozent) signifikante Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. Der Umsatz stieg in der Region insgesamt um 10,1 Prozent auf 17,5 Millionen Euro. Außerhalb Europas entwickelte sich der Umsatz vor allem in Südkorea (+43,6 Prozent), Japan (+22,9 Prozent), China (+21,7 Prozent) und der Region Americas (+21,6 Prozent) positiv. In Russland ging der Umsatz aufgrund der enormen Abwertung des Rubels sowie des rückläufigen Konsumverhaltens der Verbraucher um 39,4 Prozent zurück.

Der Unternehmensbereich Tischkultur verzeichnete mit einem EBIT von 9,3 Millionen Euro eine stabile Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzrückgänge im für Villeroy & Boch margenstarken russischen Markt wurden durch das Wachstum im Projekt-, E-Commerce- und Zweitmarkengeschäft sowie eine hohe Kostendisziplin in den Vertriebs-, Marketing- und Verwaltungsstrukturen kompensiert.

Auftragsbestand, operativer Cash Flow und Nettoliquidität
Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2015 mit 63,3 Millionen Euro um 11,9 Millionen Euro über dem Vorjahr. Davon entfielen 50,9 Millionen Euro auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 12,4 Millionen Euro auf den Unternehmensbereich Tischkultur.

Der Cash Flow aus dem laufenden operativen Geschäft betrug 34,1 Millionen Euro und lag somit um 16,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Ursache für die Verringerung waren vor allem der gegenüber dem Vorjahr erfolgte Aufbau des Vorratsvermögens insbesondere für die Bad- und Wellness-Wachstumsmärkte sowie der umsatzbedingte Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Nettoliquidität lag mit 15,0 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau von 15,8 Millionen Euro. Liquiditätszuflüsse aus dem verbesserten Konzernergebnis sowie der Veräußerung der ehemaligen Werksimmobilie in Schweden konnten den Finanzierungsbedarf des angestiegenen Vorratsvermögens ausgleichen.

Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 1. April 2016 vor, den Bilanzgewinn der Villeroy & Boch AG zur Ausschüttung einer im Vorjahresvergleich um 5 Cent erhöhten Dividende von 0,49 Euro für die Vorzugs-Stückaktie sowie 0,44 Euro für die Stamm-Stückaktie zu verwenden.
  
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im Geschäftsjahr 2015 29,1 Millionen Euro. Mit 75 Prozent wurde ein Großteil der Summe im Unternehmensbereich Bad und Wellness mit Fokus auf die Optimierung des Produktionsnetzwerkes investiert. Investitionen im Unternehmensbereich Tischkultur flossen schwerpunktmäßig in den Ausbau und die Optimierung des Vertriebsnetzes. Der höhere Vorjahreswert von 44,6 Millionen Euro resultiert vor allem aus den Investitionen in das neue Montage- und Logistikzentrum in Schweden sowie ein neues Blockheizkraftwerk am Standort Mettlach.

Einschätzung Geschäftslage
„Wir sind mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. Unsere Ziele haben wir ausnahmslos erreicht: Unser Umsatzwachstum ist das stärkste seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 und wir haben unser operatives Ergebnis erneut gesteigert. Villeroy & Boch steht für eine verlässliche Aufwärtsentwicklung, die wir in den kommenden Jahren auch weiter fortsetzen möchten“, so Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG.

Für 2016 geht das Unternehmen trotz Unsicherheiten in den Schwellenländern aufgrund der positiven Prognosen für den Euroraum von einer im Vergleich zum Vorjahr leicht verbesserten Weltwirtschaft aus. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert in diesem Zusammenhang einen globalen Wachstumsanstieg von 3,4 Prozent (2015: 3,1 Prozent). „Unser Ziel ist es, den Konzernumsatz in 2016 um 3 bis 6 Prozent zu steigern“, so Göring. „Beim operativen Ergebnis erwarten wir einen Zuwachs von 5 bis 10 Prozent.“ Bild: Villeroy & Boch

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