25-jähriges Verbandsjubiläum in Olbernhau

Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V.

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. beging am 8. Mai das 25-jährige Jubiläum im Olbernhauer TIVOLI.

Am 23. Mai 1990 schlossen sich die Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge im Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. zusammen.
 
Verbandsgeschäftsführer Dieter Uhlmann (li.) und Vorsitzender Mike Glöckner (re.) zeichnen Rolf Steinert, Ehrenmitglied und Gründungsvorsitzender des Verbandes von 1990-1994 (2.v.re.), Helfried Dietel, Verbandsvorsitzender 1994-2003 (3.v.re.) und Gundolf Berger, Geschäftsführer des Verbandes 1990-1993 (2.v.li.), für ihre besonderen Verdienste für den Verband aus.Der Verband setzt sich vor allem für die Imagewerbung für die Erzgebirgische Volkskunst, die Sicherung von Warenzeichen wie „Erzgebirge Holzkunst“ und die Ausbildung junger Holzspielzeugmacher und Drechsler ein. Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. beging am 8. Mai das 25-jährige Jubiläum im Olbernhauer TIVOLI mit einer Festveranstaltung mit über 120 Verbandsmitgliedern und Gästen. Rolf Steinert, 1990 der erste Vorsitzende, fasste die Bedeutung des Verbandes, der aktuell 59 Unternehmen zu seinen Mitgliedern zählt,  zusammen: „Die Gründung war wichtig und richtig.“

Jubiläumsveranstaltung am 8. Mai Der  Verbandsvorsitzende Mike Glöckner würdigte als größte Errungenschaft der Verbandstätigkeit, dass der Beruf des Holzspielzeugmachers heute bundesweit als Ausbildungsberuf anerkannt ist. Der Verband verantwortet  die Verbundausbildung an der Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule in Seiffen. Seit 1995 wurden hier 321 Holzspielzeugmacher ausgebildet. Hier lernen Azubis, wie man Figuren aus Holz drechselt, schnitzt, montiert und bemalt. „Im kommenden Schuljahr voraussichtlich beginnen mindestens zehn junge Menschen die Ausbildung zum Holzspielzeugmacher“, freute sich Verbandsgeschäftsführer Dieter Uhlmann, dass der traditionsreiche Beruf wieder auf wachsendes Interesse stößt. 
Seit Jahrhunderten ist die Holzkunst im Erzgebirge fest im Leben der Region verwurzelt. Um diese besondere Stellung zu schützen, macht sich der Verband für Warenzeichen und Musterschutz stark. Anerkannte Warenzeichen wie „Erzgebirgische Holzkunst®“ und „Erzgebirgisches Kunsthandwerk®“ oder „Erzgebirgischer Nussknacker®“ und „Erzgebirgische Pyramide®“ ließ der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. für seine Mitglieder schützen.

Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe, bei seiner Festrede Im Kampf gegen Plagiate, vor allem aus Fernost, rief der Verband 2007 unter anderem die viel beachtete Aktion „Original statt Plagiat“ ins Leben. Ihr Ziel: die Verbraucher für die Vorzüge deutscher Handwerkskunst zu sensibilisieren. „Alle Produkte, die vom Verband geschützte Warenzeichen tragen dürfen, sind garantiert vorwiegend in Handarbeit im deutschen Teil des Erzgebirges gefertigt“, unterstreicht Verbandsgeschäftsführer Dieter Uhlmann und ergänzt: „Eine wichtige Grundlage für das Vertrauen, das die Verbraucher unseren Produkten schenken – und für den hohen Wert der Erzeugnisse, der auch nach vielen Jahren Bestand hat.“

Seit 2007 führte der Verband eine Zertifizierung durch, bei der alle Hersteller aus dem Erzgebirge, die den hohen Anforderungen der Erzgebirgischen Holzkunst® genügen, ihre Produkte als „Zertifiziertes Erzeugnis“ auszeichnen lassen können. Spätestens seit den vom Verband organisierten deutschlandweiten Werbekampagnen „Echt Erzgebirge – Holzkunst mit Herz“ (1992-1994) und „Die Kunst zum Leben.“ (2007-2010) ist die Holzkunst aus dem Erzgebirge national und international ein Begriff, mit dem die Menschen Werte wie hohe Qualität aus deutscher Produktion und geschmackvolle Wohnaccessoires verbinden. Seit 2007 informiert die Kundenzeitschrift des Verbandes, die ebenfalls den Titel „Die Kunst zum Leben.“ trägt, über Tradition und Innovation im Erzgebirgischen Kunsthandwerk. Der Förderung von Innovationen in der Erzgebirgischen Holzkunst dient auch der seit 1995 vom Verband, unterstützt vom Erzgebirgskreis, der Erzgebirgssparkasse und der Tageszeitung „Freie Presse“,  vergebene Designpreis „Tradition & Form“.

Tragende Säule der Verbandsarbeit ist die Zusammenarbeit mit Messen und dem Fachhandel. Wie Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe, in seiner Festrede auf der Jubiläumsfeier in Olbernhau erläuterte, waren die „Männelmacher“  aus dem Erzgebirge wichtige Vorreiter für die Entstehung der Mustermesse in Leipzig. Seit dem 17. Jahrhundert präsentierten die Erzgebirger ihre Figuren aus Holz in Leipzig. Ab 1860 brachten sie verstärkt nicht mehr alle Erzeugnisse, sondern vielmehr Warenmuster und Musterbücher zum Bestellen mit. „Und so wurde aus der Leipziger Warenmesse eine Mustermesse“, erzählt Buhl-Wagner. Vor 120 Jahren, 1895, fand in Leipzig die erste Mustermesse statt.

Das Verbandsmaskottchen Picus als HolzspielzeugmacherNoch heute bietet die Messe Cadeaux in Leipzig zweimal im Jahr die weltweit größte Präsentation Erzgebirgischer Handwerkskunst. Händler aus ganz Deutschland informieren sich auf der Fachmesse über die neuesten Produkte und zeitlose Klassiker aus dem Erzgebirge. Zur Unterstützung des Fachhandels gründete der Verband 1999 den Fachhandelsring Erzgebirgische Volkskunst, in dem sich derzeit etwa 100 Fachhändler aus ganz Deutschland zusammengeschlossen haben. Unter anderem unterstützt der Verband die Mitglieder mit exklusiven Produkten, die nur in den Fachhandelsringgeschäften zu haben sind. Als „Maskottchen“ des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. weckt seit 2007 die kleine grüne Holzfigur „Picus“ Sympathien. Fotos: Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V., Kristian Hahn, Fotoatelier Hermann Schmidt, Olbernhau

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