Expertenstudie „Markt:Monitor GPK/Haushaltwaren 2014/15“

BBE Handelsberatung

8,5 Prozent plus: Damit kann man die Warengruppe der Koch-/Backgeschirre und Pfannen getrost als Renner-Sortiment bezeichnen. Keine andere Category legte im Vergleich zum Vorjahr so deutlich zu.

Fast alle Neueröffnungen des Fachhandels fokussieren sich auf die Themen Kochen und Backen, bestätigt Thomas Grothkopp, Geschäftsführer Bundesverband für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur e.V. (GPK) und Bundesverband Wohnen und Büro e.V. (BWB). Dennoch ist dieser Trend kein Selbstläufer, so das Fazit der neu aufgelegten Kooperationsstudie „Markt:Monitor GPK/Haushaltswaren 2014/15“ von BBE Handelsberatung und Marketmedia24. Dem traditionellen Fachhandel bläst der Wettbewerbswind massiv ins Gesicht: Er kann seine 1A-Lagen und Personalkosten nur noch schwer erwirtschaften, unterstreicht Thomas Riffelmacher, Living-Experte der BBE, das Dilemma.

Marktanalytiker und Experten haben zwei Jahre nach Erscheinen der letzten Studie über den deutschen GPK-/Haushaltswaren-Markt Branche, Teilmärkte und Sortimentsstruktur, Entwicklungen und Perspektiven neu unter die Lupe genommen. Fazit: Alle Zeichen stehen auf Veränderung. Verschiebungen und Erneuerung innerhalb der Teilmärkte und Sortimente zwingen zur Erweiterung in der Branchenbetrachtung. Und in Reaktion auf die Trend- und Lifestyle-Stärke der Branchenthemen stellen sich die Distributionswege neu auf. Gleichzeitig sorgen neue Stationäre und Online-Konzepte für Impulse und belebten Wettbewerb.

Gründe, Ausprägung und Folgen dieser Marktfaktoren beleuchten im neuen „Markt:Monitor GPK/Haushaltswaren 2014/15“ Marktkenner wie beispiels Stephan Kurzawski, Geschäftsleitung Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Thomas Grothkopp, Geschäftsführer Bundesverband für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur e.V. (GPK) und Bundesverband Wohnen und Büro e.V. (BWB), Köln, Jens-Peter Schlingmann, Vertriebsdirektor Deutschland & Österreich, Unternehmensbereich Tischkultur Villeroy & Boch AG, Mettlach, und Thomas Windhager, Bereichsleiter Vertrieb/Marketing Zwiesel Kristallglas AG, Zwiesel. Heraus kommen dabei klare Ansagen für die strategische Ausrichtung der Marktteilnehmer.

Tatsächlich stehen die Marktchancen, sich selbst und die Zukunft positiv zu gestalten, gut für die Branche. So stimmen die Marktszenarien durchaus zuversichtlich, denn bis zum Jahr 2020 ist ein Marktwachstum auf bis zu 9 Milliarden Euro (Endverbraucherpreise) drin. Allerdings müssen Hausaufgaben gemacht werden. Es gilt, das Internet nicht mehr als lästige Begleiterscheinung zu betrachten. Schon heute zeigen reine Onliner wie zum Beispiel „Westwing.de“, wie mit Emotionen und thematischer Ansprache der Kaufappeal der Produkte gesteigert werden kann. Das ist keineswegs nur eine Strategie für trendige Boutiquen in der Zielgruppen-Marktnische. Selbst ein Global-Player wie Villeroy & Boch setzt darauf, betont Jens-Peter Schlingmann: „Foodwelten helfen beim Verkauf von Tischkulturprodukten.“

Der „sexy Lifestyle-Bonus“, den die Food-Trend-Forscherin Hanni Rützler in ihrem Food Report 2015 ausmacht, ist auch an den Pro-Kopf-Ausgaben der Deutschen ablesbar. 2013 stieg die durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgabe für den Teilmarkt Cucina auf fast 45 Euro an. Nicht ganz so tief griffen die Deutschen für die Sortimente Domus und Tavola in die Tasche. Hier weist die Marketmedia24-Statistik eine Pro-Kopf-Ausgabe von jeweils rund 30 Euro aus. Auch im Doping fürs Zuhause ist noch viel drin, wenn man die Erfolge insbesondere der innovativen Möbler zum Maßstab macht.

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