Bundesverband erwartet erneut ein gutes Jahr

GPK

Für die Branche der Tisch- und Küchenausstattung war 2015 ein erfolgreiches Jahr.

Für die Branche der Tisch- und Küchenausstattung war 2015 ein erfolgreiches Jahr. Das teilte GPK Bundesverband im Rahmen der Ambiente in Frankfurt auf seiner Pressekonferenz mit. So stieg der Umsatz um 4,6 Prozent auf 6,143 Milliarden Euro.

Bei dem gestiegenen Umsatz sind die Wachstumstreiber Elektro-Kleingeräte mit einem Plus von 11,2 Prozent. Grillen, Kochen, Backen sind Themen, denen sich die Kunden des Fachhandels mit zunehmender Leidenschaft widmen. Mehr als ein Dutzend Hersteller von Küchenmaschinen mit Kochfunktion sorgen für eine große Vielfalt am PoS. Gesundheit steht auch bei den stark nachgefragten Standmixern im Vordergrund. Smoothies sind die Zubereitungen aus Obst und Gemüse, ein amerikanischer Trend, der jetzt auch in Europa angekommen ist und sich größter Beliebtheit erfreut. „Auch hier gilt: Viele Rezepte holen sich die Hobbyköche per Tablet in die Küche,“ beobachtet Gerald Funk, Präsident des Bundesverbandes für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur, „den Einkauf erledigen sie hingegen lieber stationär, um sich von der Vielfalt und Frische im Lebensmittelhandel überzeugen zu lassen.“

Kochen ist das Eine, Essen das Andere: Immerhin stieg auch die Nachfrage nach Geschirr, Gläsern, Besteck und Tischaccessoires. Das Institut für Handelsforschung (IFH) weist bei Geschirr ein Umsatzplus von 2,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 aus. Bei Glas sind es sogar 6,4 Prozent Mehrumsatz und bei Besteck 4,5 Prozent. Auf 1,5 Milliarden Euro kommt der Markt für Tischkultur in Deutschland.

Der Markt für Koch-, Brat- und Backgeschirr hat ein Volumen von 737 Millionen Euro, zusammen mit Schneidwaren knapp 1 Milliarde Euro. Hinzu kommen Elektro-Kleingeräte wie Kaffeeautomaten, Küchenmaschinen und Standmixer als größte Gruppen, deren Umsatz innerhalb der Branche für Tisch- und Küchenausstattung dieses Volumen verdoppeln dürfte. Hervorzuheben sind hier alle Produkte für das Backen, das durch die Vielfalt an Silikonformen einen regelrechten Boom erlebt. Das gilt weiterhin auch für das Ganzjahresthema Grillen, das zu einer großen Produktvielfalt geführt hat. Innerhalb der letzten zehn Jahre haben sich die Umsätze vervierfacht, das Marktvolumen liegt bei 1,1 Milliarden Euro, an dem die Branche zu einem wesentlichen Teil partizipiert.

Schließlich vertritt der Bundesverband auch die Fachgeschäfte für Geschenkartikel, Wohnaccessoires und Dekoration. Es sind Märkte, die sich nur schwer zu anderen Branchen abgrenzen lassen und in Summe auf 2 Milliarden Euro Umsatz kommen. Auch hier konnte im vergangenen Jahr ein Umsatzplus festgestellt werden.

Neue Wege in der Kooperation müssen auch Handel und Industrie im Onlinehandel beschreiten. Viele Hersteller sind inzwischen mit eigenen Marken-Online-Shops aktiv und treten dadurch auch überregional als Wettbewerber ihrer Handelskunden auf. Die daraus entstehenden Problematiken werden in den nächsten Jahren zu intensiven Dialogen führen. In einzelnen Onlinebereichen erzielen Hersteller inzwischen über 10 Prozent des Marktumsatzes mit ihren eigenen Shops.

Der Bundesverband erwartet im Jahr 2016 eine Fortsetzung dieses erfreulichen Trends. Das Niveau von 2015 wieder zu erreichen wäre ein Erfolg, ob nochmals ein Mehrumsatz zu erwarten ist, kann angesichts der sehr unklaren politischen und wirtschaftlichen Situation seriös nicht vorausgesagt werden.

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