Branchenübliches Geschäftsgebaren? Hoffentlich nicht!

Karstadt

Das Essener Unternehmen ist derzeit in aller Munde.

Vor kurzem sendete die Karstadt Warenhaus GmbH ein Schreiben an einige ihrer Lieferanten, bei dem diese vermutlich aus allen Wolken fielen. Thema: nicht unerhebliche WKZ-Ausgleichszahlungen, die Karstadt von seinen Geschäftspartnern fordert.

Das Unternehmen stellt im Nachhinein hohe Beträge für „gemeinsam durchgeführte Werbeaktivitäten zur Umsatzsteigerung und Profilierung Ihrer Marke und Produkte für das Geschäftsjahr 01.10.2016 bis 30.09.2017“ in Rechnung.

Überrascht wurden die Adressaten insbesondere durch die Höhe sowie durch den Zeitpunkt der Nachforderung – ein gutes halbes Jahr nach Erscheinen der letzten Prospekte.

Derartiges soll natürlich in Zukunft vermieden werden. Deshalb ist es für die Karstadt Warenhaus GmbH „unumgänglich, ein tragfähiges und nachhaltiges Marketingbudget zu vereinbaren“. Dazu fordert Karstadt seine Geschäftspartner auf, „innerhalb der nächsten 14 Tage Terminvorschläge für ein Gespräch in Essen “am Firmensitz zu unterbreiten.

Tja, beinahe stellt sich die Frage: Und was, wenn nicht? Ton und Inhalt kommen unserer Meinung nach einem Ultimatum ziemlich nahe. Es wäre wirklich schade, wenn dieses Geschäftsgebaren in unserer Branche Schule macht!

GENUSS PROFESSIONAL liegt das Original-Schreiben vor, aus dem wir auch zitiert haben. Foto: Karstadt

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