Konsumklimastudie lässt hoffen
GfK
Die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie Deutschland für Januar 2012 zeigen, dass der Optimismus unter deutschen Verbrauchern zugenommen hat. So konnten die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung spürbar zulegen und die Einkommenserwartung zeigt sich auf hohem Niveau stabil.
Laut der GfK-Studie legt die Konjunkturerwartung zum zweiten Mal in Folge deutlich zu. In deren Sog zeigen sich die Konsumenten wieder kauffreudiger und die Anschaffungsneigung kann dadurch ihre Verluste aus dem Vormonat im Januar mehr als kompensieren.
Vor dem Hintergrund der guten Beschäftigungslage in Deutschland präsentiert sich die Einkommenserwartung nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat und bestätigt damit ihr sehr gutes Niveau. Die Konsumenten stemmen sich demnach konsequent gegen zunehmende Konjunkturrisiken sowie die anhaltende Schuldenkrise im Euroraum.
Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 5,7 Punkten im Januar 2012 für Februar einen Wert von 5,9 Punkten.
Auch die Konjunkturerwartungen sind mehr als gut. So bedeutet ein Plus von 8,4 Punkten den zweiten Anstieg nacheinander und das vor dem Hintergrund, dass der Indikator zuvor fünfmal in Folge gesunken war.
Die Beschäftigungslage wird trotz der in diesem Jahr zu erwartenden deutlichen Konjunkturabschwächung positiv bleiben. So sehen auch die Unternehmen positiv in die Zukunft, dies beweist doch auch der zum dritten Mal in Folge gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex.
Die Einkommenserwartung bestätigt zu Jahresbeginn 2012 ihr ohnehin sehr gutes Niveau eindrucksvoll. So legt sie minimal um 0,1 Punkte zu und weist nun 34,1 Zähler auf. Damit profitiert der Indikator weiterhin von der positiven Lage am deutschen Arbeitsmarkt. Auch die Inflationsrate wird diese Entwicklung voraussichtlich noch unterstützen. Nachdem sie im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 2,3 Prozent lag, soll sie im neuen Jahr nicht über die 2-Prozent-Marke springen.
Auch die Kauflust der Deutschen kann aktuell wieder deutlich zulegen. Nachdem die Anschaffungsneigung im letzten Monat des vergangenen Jahres spürbare Einbußen hinnehmen musste, wurde mit einem Plus von 14,4 Punkten die Verluste aus der Vorperiode in Höhe von 12,9 Punkten mehr als wettgemacht. Aktuell weist der Indikator 41,8 Zähler auf. Im Januar 2011 wurde exakt der gleiche Wert gemessen, ein höherer Wert war zuletzt vor mehr als fünf Jahren, im Dezember 2006, zu verzeichnen.
Dieser positive Trend bei der Kauflust der Deutschen hat mehrere Gründe. So sorgt zum einen die gute Beschäftigungsentwicklung unter den Arbeitnehmern für eine sinkende Angst vor Arbeitslosigkeit und stärkt damit die Planungssicherheit. Zum anderen stützt die rückläufige Inflation die Konsumneigung. So nahm nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Inflationsrate im Dezember 2011 zum dritten Mal in Folge ab und lag bei 2,1 Prozent.
Das Konsumklima verbessert sich wieder und wird mit einem prognostizierten Gesamtindikator für den Februar 2012 einen Wert von 5,9 Punkten nach revidiert 5,7 Zählern im Januar erreichen. Damit kann es mehr als zulegen.
Mit dieser Entwicklung deutet sich an, dass der private Konsum seine ihm zugewiesene Aufgabe – wichtige Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Jahr zu sein – auch wahrnehmen kann.
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX". Sie basiert auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird bereits seit 1980 erhoben.
Mehr dazu auf der Internetseite des GfK www.gfk.de



